Schleiz 2016 by Uwe Volmari

Jetzt habe ich endlich kapiert, wie ich im Rennen den Buchhübel sturzfrei fahre…ich vergesse einfach die Kiste mit den Ersatzteilen in Paderborn. Ok, Ingos Reifenwärmer habe ich auch nicht mitgenommen und das Bettzeug hab ich dann noch eilig…aber egal, bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

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Schleiz 2016 mit der GTT war der Hammer! 38 Starter, 7 davon fuhren 1:39`er Zeiten, mit Leon ein neuer Gewinner der Open Klasse, René wurde kurzfristig zweimal überholt und fast keine Stürze trotz Regenrennen. Nun mal der Reihe nach:
Perfekte Anreise nach Schleiz inkl. Thüringer Bratwurst an der A4. Yannick, Cedric, (er möchte nicht „Ceddi“ genannt werden…) und ich hatten das Vergnügen schon auf dem Weg nach Most die beste Bratwurstbude an der A4 anzufahren. Abfahrt 43, Wandersleben. Ein bisschen weiter ist auch das 1. deutsche Bratwurstmuseum. Der für die GTT reservierte Platz war anderweitig belegt und so standen wir etwas unorganisiert in kleinen Gruppen zusammen. Die Belgier für sich, aber in der Nähe. Schon am Freitag waren die üblichen Verdächtigen mal wieder auf der Strecke am Trainieren. Wir Paderborner haben es bei der abendlichen Streckenbegehung belassen. Ach ja, der Erich war auch mit und hat promt einen Punkt geholt. Glückwunsch!
Die Startplätze haben wir im ersten Qualifying ausgefahren, das es im zweiten nicht wirklich nass aber auch nicht trocken auf der Strecke war. Unser erstes Rennen am Samstagnachmittag wurde als Wet Race aufgerufen. Reifenpoker war machte keinen Sinn, da die Strecke wirklich nass war. So ging es mit meinen neuen Regenreifen ab ins Rennen. Bis 33 Starter ihren Platz gefunden haben dauert natürlich. Aber passiert denn hier direkt vor mir? René fährt wie selbstverständlich auf die Pole Position. Der Helfer schickt ihn den wohl leicht irritierten René weg und zeigt auf den zweiten Startplatz. Chris Kemper hat ersten Platz. Leon hat ein technisches Problem, Erich, Tino und die beiden Franks haben keine Lust auf Regen und bleiben dem Rennen fern.

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Die Ampel springt endlich auf Rot und ich will starten. So ein scheiß! Frühstart, und das passiert ausgerechnet mir. Dann endlich Licht aus und ab geht’s auf die erste links. Alles prima ich bin vorne mit dabei und kann das Tempo mitgehen. Mit der Zeit wird die Strecke trocken und ich mache mir Sorgen um meine neuen Regenreifen. Es ist einfach irre wie gut die Dinger auch im trockenen gehen. Sogar die Senk geht damit volle Pulle. Aber schon blöd, wenn ich die 300 Euro Dinger jetzt kaputt mache. Egal, es ist ja für einen guten Zweck, also gebe ich weiter Gas.

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Chris fällt nach der 10. Runde aus und ich komme als dritter in Ziel. Zuzüglich 20 Sekunden Zeitstrafe für den Jumpstart bedeutet es aber 6. gesamt und 4. In der Stock. Blöd gelaufen. Cedric wird sensationell 7. Mit einer 1:50, Ingo leider 17. Und Yannick 20. Aber wir sind alle angekommen und für das zweite Rennen gut aufgestellt.
Stefan S. ist auch angereist, allerdings ohne Motorrad, dafür aber mit Grill. Warum der Stefan hier nicht mehr fahren möchte? Fragt ihn selbst. Die Geschichte ist echt kurzweilig. Abends sitzen wir alle an der größten Tafel in der GTT/ MTR Historie und haben mächtig Spaß.

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Das Sonntagsrennen verspricht anspruchsvoller zu werden. 38 Starter! Und trocken! Na denn. Neben mir taucht Tino in der Startaufstellung auf. Ich rechne fest damit, dass er mich schon vor der ersten Kurve angreift. Immerhin hält er hier den bislang ungeschlagenen Rundenrekord von 1:38 mit einer Serien- Knubbel. Leon ist jetzt auch da, also volle Hütte. Ampel Rot…aus und los! Irgendwie wird’s ein wenig eng in der Links aber alles geht gut. Hier vorne wird hart aber auch (manchmal;)) fair gefahren.

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Wo ist Tino? Nach den ersten Runden bin ich noch immer vor ihm. Und dann passierts, da überholt mich einer. Es ist….nein nicht Tino, sondern Joel Smolders mit seiner ER6. Das Ding geht, wie fast alle belgischen Moppeds, wie der Teufel. Beim anbremsen aufs Dorf zu schnappt Tino zu bremst sich innen rein und vorbei. Leon geht irgendwann Ende Start Ziel weit und ich dran vorbei. Zum Dorf runter dann eine Überrundung. Die beiden vor mir gehen innen auf der Bremse dran vorbei, ich will es besonders schlau machen und will außen über die Rasenkantensteine überholen und wenn der Plan gelingt, mir dann alle drei auf der Bremse von außen schnappen. Super Plan! Der Belgier erschreckt sich als die beiden innen auftauchen und macht einen Schlenker nach rechts. Ich mache eine Landpartie auf den Rasen, überhole ihn planmäßig und fahr dann wieder auf den Asphalt. Nur irgendwie habe ich meinen Bremspunkt locker um 20 Meter verpasst. Anstatt links abzubiegen fahre ich erstmal geradeaus Richtung Dorf. Beim Wenden und zurückfahren auf die Strecke, sehe ich, wie Herr Kemper mit seiner ER6 den Berg runterballert. Er ist einige Runden vorher hier ebenfalls weit gegangen. In der letzten Runde überholt er mich in der Anfahrt zur Senk. Ich versuche es noch einmal mit einer Verzweiflungstat auf der Bremse Ende der Senk und bin vorbei. Aber dafür ist die Linie zum rausbeschleunigen im Eimer und Chris überholt mich locker und hat im Ziel schon wieder eine halbe Sekunde Vorsprung. Natürlich ist im Rennen noch viel mehr passiert. Aber so wirklich bemerkt habe ich nur Holger, der Anfang der Senk rechts geparkt hat und Gorden, der eingangs der Start Ziel sein Mopped weggeworfen hat. Später erfahre ich das sowohl Nick als auch Gorden René überholt haben. Aber im Ziel war René wieder vorn. Nick nur mit 3 zehntel dahinter und Tino mit 4 zehntel hinter Nick. Glückwunsch an alle drei!

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Ingo und Cedric sind gute 1:44`er Zeiten gefahren und Rookie Yannick 1:45 `er Zeiten. Jeder von uns ist im Rennen deutlich schneller gefahren, als im Qualifying. Mehr geht nicht. Weiter so!
Auf jeden Fall war es ein spannendes Rennen für die Zuschauer. Hinter den Kulissen war das Rennen noch lange nicht vorbei. Klar, bei so viel Adrenalin. Aber zu einer Sache möchte ich was sagen. Blaue Flaggen. Darüber reden wir, seit wir Rennen fahren. Mal werden sie von den Streckenposten geschwenkt, mal nicht. Mal werden sie von den Fahrern gesehen, mal nicht. Wir haben sehr schnelle Fahrer, aber auch welche, die überrundet werden. Kamera Beweise wo blaue Flaggen waren, wer sie ignoriert oder übersehen hat, gibt es bei uns nicht. Ebenso können wir die ehrenamtlichen Helfer (Streckenposten) nicht wirklich kritisieren, wenn sie nix gezeigt haben.
Deswegen bitte ich alle Fahrer: Achtet auf die Flaggen! Auch und vor allem trotz Rennstress und verhaltet Euch entsprechend. Bike Promotion wird nochmals darauf hinweisen, wie wichtig Flaggensignale sind und was bei welchem Signal zu tun oder zu lassen ist.
Das Moderatorenduell der Streckensprecher hat für mich ganz klar Lenz Leberkern gewonnen. Nicht das Edgar Mielke schlecht war aber der Lenz ist lustiger. Die Gladius Trophy bringt schon mehr Zuschauer und Professionalität an die Strecke und mehr Lärm. Mann, was sind die Dinger laut, die kreischen ja regelrecht.
Die Battle of Nations ging ganz klar an uns, oder besser an Tino Müller, denn er hat die schnellste Runde vor Renè geschafft. Lieber Tino, gibt Dir einen Ruck und fahr bei uns öfter, oder besser „immer“ mit!
Gerade habe ich die Startgebühr für Zolder überwiesen. Denkt an Schwimmzeug. Neben der Rennstrecke ist ein Freibad. Wir sehen uns…

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