Die GTT zu Gast bei der BTT

Unser erstes Event mit der BTT auf dem Circuit Zolder stattfinden. Wir bedanken uns für die Einladung und das Engagement vom Jacques und den ganzen BTT Team.

Herzlich wurden wir aufgenommen, ein gemeinsames Grillen stand auf dem Plan, und es gab spannende aber faire Kämpfe.

Der Nation Cup wurde auch in Belgien gestartet, und die erste Runde konnte die German Twin Trophy für sich mit 6,584 sec. entscheiden.

Gewertet wurden für die BTT: Joel Smolders mit 1:47.281, Christiaan Govaert mit 1:49.478, und Freddy Nijssen mit einer 1:49.477. Zusammen 5:26.236.
Für die GTT wurden gewertet: Felix Klinck mit 1:45.915,  Christian Kemper mit 1:46.494, und Nick Weidemann mit einer 1:47.243. Zusammen 5:19.652.

In Hockenheim gibt es dann die Runde 2, und am Frohburger Dreieck das Finale die Runde 3

Wir gratulieren den Gewinnern:

Felix Klinck, Rene Raub, Nick Weidemann

Den Gutschein LSL gewann Henry Falk, und ein paar Handschuhe von Modeka gingen an Christian Kemper

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Vielen Dank an Nick Weidemann und das GPMoto Team für den spannenden und gut geschriebenen Bericht.

Dritte Station der German Twin Trophy 2015 in Zolder (Belgien)     11.-12. Juli 2015; Team gpmoto.de

 

Dritte Station der GermanTwinTrophy. Es ging nach Zolder (Belgien). Endlich mal keine 500km oder 700km zu fahren. Dieses mal waren es lediglich 170km. Da Freitag das Training auf dem Programm stand, sind wir Donnerstagabend angereist. Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen hatten, ging es auf Streckenbegehung, da noch keiner von uns den „Circuit Zolder“ kannte. Zusammen mit vielen anderen Fahrern der GTT-Gemeinde ging es also zu Fuß auf die Rennstrecke … Mann oh, Mann… geht das rauf und runter … und viele Schikanen… Die Strecke verhieß sehr viel Spaß!

Am Freitagmorgen hieß es dann um 7.00 Uhr aufstehen, anmelden und zur technischen Abnahme. Alles verlief reibungslos und den ersten Trainingseinheiten auf der „neuen“ Rennstrecke stand nichts mehr im Wege. Mein Sturz im letzten Rennen in Oschersleben saß mir noch ein wenig im Nacken, aber bei bestem Wetter konnte dieser schnell vergessen werden. Was „interessant“ und auch in manchen Situationen jedoch gefährlich war, war, dass bis zu 65 Motorräder auf der Strecke gleichzeitig unterwegs waren. Daher wurde es manchmal ein wenig bis mächtig eng! Zum Teil waren Bummelfahrer und auch absolute Raketen gleichzeitig unterwegs. Die Organisatoren des freien Trainings am Freitag waren teils ein wenig unorganisiert und leicht überfordert. Auch nur halbwegs homogene Gruppen haben sie bis zum Schluss nicht hinbekommen. Aber egal, um die Strecke kennenzulernen, war es dennoch gut genug. Leider mussten ein paar Fahrer von uns schon nach wenigen Runden ihre Mopeds frühzeitig beiseite stellen. Was war los?! Die strenge Phonmessung der Strecke „Circuit Zolder „  hatte ztugeschlagen. So mussten Henry Falk #48 und Rene Raub #61 das Fahren für diesen Tag nach jeweils 2. Ermahnung einstellen. Die letzten Turns standen an und alle Fahrer kamen heile über den Tag hinweg. Leider ist Mike Wegener #66 einmal zu Boden gegangen. Ihm ist die Schikane vor Start/Ziel zum Verhängnis geworden,zum Glück jedoch nichts passiert. Nach kleineren Reparaturarbeiten konnte er auch weiter fahren. So ging der erste Tag in Zolder zu Ende und wir hatten uns mittlerweile alle an die Strecke gewöhnt. Abends gaben die Belgier (BelgiumTwinTrophy) dann noch ein paar Würstchen vom Grill und Brötchen aus. Eine etwas gewöhnungsbedürftige rote Wurst wurde angeboten. Kannten wir so noch nicht, aber geschmeckt hat es ;). Die restlichen GTT-Mitstreiter trafen so langsam aber sicher über den Abend verteilt im Fahrerlager ein. Zusammen mit den Belgiern kamen wir auf 43 Starter. Das verhieß Action Pur auf der Rennstrecke.

Samstag ging es in zwei Qualifyings. Das Erste stand morgens entspannt um 9.40Uhr an. 25 min sollten es werden, geworden sind es dann leider nur 15 min für mich, denn aus unerklärlichen Gründen ließen uns die Marshalls noch nahezu 10 min in der Boxenausfahrt stehen. Ein großer Teil fuhr aber schon seit Anfang an?!?!? Keine Erklärung seitens der Streckenposten. Naja, komm … runterschlucken und Gas geben, hieß es dann. Natürlich wurden wir dann auch noch direkt hinter einem größeren Pulk heraus gelassen. Dort musste ich mich erst einmal durchkämpfen. Leider kam es zu keiner freien Runde für mich. Dennoch habe ich eine ganz passable Rundenzeit hinlegen können. Die bedeutete Platz 4 für mich. Gorden Hensel #11 konnte auf Platz 6 fahren und Stefan Weidemann #455 fuhr auf den vorerst 22. Startplatz.

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Um 13.40Uhr ging es dann ins zweite Zeittraining bei mittlerweile 30 Grad im Schatten. Geil! Besser ging es nicht. Viele hatten bei dem Wetter zu schnaufen, aber für mich kann es kein besseres Motorradwetter geben! Im zweiten Zeittraining musste ich dann feststellen, dass meine Reifen am Ende waren. Mist … genau jetzt, wo ich endlich mal ein paar freie Runden erwischte. Ich konnte nur immer später ans Gas gehen und rutschte von Kurve zu Kurve. So kam es wie es kommen musste. Ich konnte mich nicht verbessern, nein, da alle anderen sich ihrerseits eher verbesserten, landete ich am Ende auf Platz 6. Die Pole holte sich Felix Klinck #18 auf seiner Kawa mit einer Fabelzeit von 1.45,8, Auf Platz 2 landete der superschnelle Rene Raub #61, dem der Trainingsrückstand von Freitag ganz offensichtlich nichts ausmachte. Auf Platz 3 folgte dann Teamkollege Gorden Hensel #11. Stefan Weidemann fiel auch nochmal leicht zurück und konnte den 26. Startplatz behaupten.

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Da das Zeittraining schon um 15 Uhr zu Ende war und nichts anderes mehr auf dem Plan stand, hatte ich eine, wie ich finde, gute Idee. Auf dem Hinweg hatte ich ein Freibad entdeckt, welches nur ein paar Hundert Meter entfernt von der Rennstrecke lag. So machten sich ein paar von uns auf und holten sich eine nette Erfrischung im kühlen Nass. Abends gab es dann in großer Gemeinschaft im Streckenrestaurant Schnitzel und Pommes.

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Nach der ausgiebigen Nahrungsaufnahme gab es dann später noch etwas für die Mannen der Zunft. Ab 23 Uhr wurde topless serviert von zwei netten Damen. Viele Herren aber auch Damen waren verzückt und es wurde bis 1 Uhr noch gemütlich bei Musik das ein oder andere Bierchen verköstigt. Besonders viel Spaß dabei hatten die Jungs von PS aus dem Lager Rene Raub #61 und Uwe Seitz #7. 😉

Am Sonntag standen dann die Rennen an. Entspannt um 8Uhr klingelte der Wecker. Der erste Blick hinaus… ohhh, was ist das denn?! Wo ist die Sonne hin?! Wolken und Fisselregen waren über Zolder aufgezogen. Kurz vor dem ersten Rennen ergoß sich dann auch eine nette Regenfront. So wurde es ein Regenrennen. Dieses mal pünktlich in den Startlöchern meiner einer konnte auf Regenreifen in das Rennen gegangen werden. Leider bekamen Stefan Weidemann #455 und auch Marco Mölders #477, der noch geholfen hatte, die Räder nicht schnell genug gewechselt und mussten daher beide von ganz hinten am Ende des Feldes starten.

Auf ging es also ins 1.Rennen von Startplatz 6. Der Start verlief ganz ok. Konnte meinen Startplatz auch mit in die erste Kurve nehmen. Sehr vorsichtig ging ich die ersten 2 Runden an. Ich wollte auf keinen Fall wieder stürzen. Ich behielt meinen 6. Platz und konnte das Tempo der Spitze mitgehen. Wir waren eine 7er Gruppe bis zur 3. Runde. Es ging in die erste Schikane, als auf einmal beim Anbremsen einem etwas optimistischen belgischen Kollegen das Vorderrad einklappte … direkt vor mir … Ohhhh, das endet nicht gut. Mann und Maschine rutschten über den nassen Asphalt mit noch hohem Tempo direkt in die beiden gerade einbiegenden Gorden Hensel #11 (Teamkollege) und Felix Klinck #18. Bam, alle drei flogen durch die Luft und rutschten ins Kiesbett. Mist, dachte dich mir, das hat geknallt. Direkt kamen die roten Flaggen zum Vorschein. Rennabbruch! Richtig so. Hoffentlich geht es ihnen gut, dachte ihr mir nur. Leider musste der belgische Kollege ins Krankenhaus und er soll u.a.einen Schulterbruch davon getragen haben. Alle restlichen Fahrer fuhren an die Box. Wir wurden weiter gewunken. Restart! Nach kurzen Aufräumarbeiten ging es dann leider ohne die drei verunglückten Piloten in den restart. Alle standen wieder bereit. Der Fahnenmann verließ die Strecke, alle warteten auf die roten Ampeln. Doch was war das?!?!?! Gelb blinkte auf, Gelb ging aus. Ein paar blieben stehen, ein paar fuhren los und am Ende dann alle und es wurden die noch verbliebenen 5 Runden abgespuhlt. Ich kämpfte mit Uwe Vollmari #493 um Platz 3. Er fuhr sehr schnell und ich kam nicht an ihm vorbei, bis es dann in die letzte Schikane ging. Auf einmal tauchte auch noch Chris Kemper # 83 neben mir auf. Ich bremste spät. Zusätzlich kam eine Überrundung in Gestalt von Wolfgang Pohler #29 dazu. Eng wurde da … saueng! Uwe musste am Kurvenausgang auf Start/Ziel vom Gas, während ich voll durchziehen konnte und innen vorbei ging. Ganz knapp konnte ich Platz 3 ergattern Hinter Rene Raub #61 und dem Belgier Joel Smolders. Da war er der erste Open Sieg … dachte ich mir. Aber im Nachgang wurde das komplette Rennen annulliert. Es war auch nachzuvollziehen nach diesem Startchaos. Eine andere Frage ist aber, warum das Rennen dann komplett gefahren und nicht noch einmal neu gestartet wurde. Naja, schade.

Auf ging es zum zweiten Rennen. Es war mal wieder eine Gradwanderung. Regen?! Trocken?! Es blieb trocken und alle bis auf den gestürzten Belgier konnten wieder an den Start gehen. Da ich keine funktionsfähigenTrockenreifen mehr hatte, musste ich auf den Bridgestone von Gorden zurückgreifen. Es sollte ganz spaßig werden, da ich ihn aufgrund des Regens im Rennen zuvor nicht hatte testen können. Egal, es gibt nur ein Gas; Vollgas! Alle standen wieder auf ihren Startplätzen. Dieses mal lief alles glatt. Ampel ging auf Rot, aus, und looooos. Ich kam gefühlt ganz gut weg. Doch Dejavu! Wieder einmal schoss Jens Voggeneder #86 von hinten an mir vorbei, nahm die erste Linkskurve ganz rechts und ging an mir vorbei. Mist nur noch 7. Jetzt hieß es Aufholjagd betreiben. Vorne setzten sich Felix, Rene und Gorden schon ab. Da wollte ich dran bleiben. Aber vorher musste ich noch an Jens Voggeneder #86 und Uwe Volmari #493 vorbei. Das gelang mir auch. Ich kam auch an Gorden Hensel #11 vorbei. Vorne war aber kein Dranbleiben. Rene und Felix waren nicht mehr einzuholen und so versuchte ich einfach nur noch schnelle Runden zu drehen, um mir Platz 3 zu sichern. Es ging in die letzte Runde und ich drehte mich das erste mal um. Keiner knapp hinter mir, aber weiter weg sah ich das schwarze Biest von Chris Kemper #83. Oh Backe, jetzt nochmal angasen! So fuhr ich in der letzte Runde meine beste Rundenzeit an diesem Wochenende und die drittschnellste von allen. 3. Platz hieß es am Ende. Gorden Hensel #11 konnte am Ende nur Platz 6 ergattern. Es stellte sich heraus, daß kein Tropfen Flüssigkeit mehr auf dem Motor war. Nach dem Sturz im ersten Rennen war der Kühler leck geworden und Flüssigkeit war verloren gegangen. Dadurch verlor er Leistung und konnte nicht weiter vorne angreifen. Stefan Weidemann #455 , drittes Mitglied des Teams Gpmoto.de, wurde am Ende nach hartem Kampf mit Michael Preuss #31 16.! Gewonnen hat Felix Klinck #18, dessen Kawa auch nach dem Sturz hervorragend funktionierte. Zweiter wurde der Dauerbrenner Rene Raub #61!

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Der Tag vor Ort wurde dann mit der Siegerehrung beendet.

Und wieder ging ein ereignisreiches Wochenende zu Ende. Wir haben unsere Zeltstadt abgebaut und alle GTT`ler wurden verabschiedet.

In zwei Wochen geht es schon weiter. Das „Schleizer Dreieck“, die älteste Naturrennstrecke Deutschlands, wartet auf die German Twin Trophy. Die Vorfreude ist schon jetzt wieder riesig.

Gehabt euch wohl, euer Team Gpmoto.de

 

 

 

 

 

 

 

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