first BreakFast Cup finished

Unser erster BreakFast Cup ist beendet,

wir bedanken uns bei allen beteiligten Organisatoren, Fahrern und Helfern.

Für uns war es eine Spannende Veranstaltung wir konnten viel lernen und hoffen es nächstes mal noch besser zu machen.

Anbei die Ergebnisse

BrakeFastCupTrain  BrakeFastCupRace   BrakeFastCupLapTimes

 

 

und Ingo Hoffmann hat seine Muse besucht und hat sich völlig Inspirieren lassen, lest selbst……

 

 

Nürburgring-Quickie, spontan und unkompliziert:
Wuppertal, 18.05., 03:59: piep Piep PIep PIEp PIEP!
Scheiß Wecker, aber selbst so ausgesucht. Bemme zwischen die Zähne, Motorradunterbekleidung an und dann schön assi die Trainingshose drüber. Perfekter Start in den Tag (naja).
Das Auto ist um 04:35 auf der Autobahn, die Ankunft am Ziel wird für 06:30 vorausgesagt, allerdings geht es an Köln vorbei. Wobei, wer ist so bekloppt an einem Sonntag um diese Zeit auf der Bahn zu sein?!? Richtig, niemand ist auf der Bahn und deshalb kommt man trotz Anhänger nur 5 Minuten nach der prognostizierten Zeit am schönen Nürburgring an. Entgegen sämtlichen Befürchtungen meinerseits hat es angenehme 9°C und ein prächtiger Tag kündigt sich an. Irgendwie untypisch für die Eifel.
Denjenigen die schon am Vorabend angereist sind die Hand geschüttelt, sofern sie schon wach waren, Gerödel aus dem Hänger (herrlich) geladen, nächste Bemme in den Mund gesteckt und schon ist es 07:00 und die Papierabnahme geht los. Das ganze luxuriös für eine Veranstaltung, denn zwei Mann kümmern sich um die gerade mal 45 Bewerber (maximal 45 Bewerber). Wenn die technische Abnahme nun genau so schnell geht, wäre sogar noch ein Nickerchen vor dem Rollout drin. Die technische Abnahme beginnt aber wie immer für das Frauenmotorrad SV650. Geräuschmessung:
-„Bitte auf 5500 U/min hochfeuern“,
-Schnorchel an den Auspuff und
-der Running Gag schlechthin, der mir langsam so auf die Nüsse geht „Ist die schon an? Höhö“ Aber wie bei jeder Situation in der man Bittsteller ist, lächeln und sich den Rest denken. Danke und weiter zum nächsten Inspektor. Aufkleber kommt nach einer Routineüberprüfung aller lebensnotwendigen Motorradteile auf die Front und den Helm und fertig ist das Flirten.

Das Vorspiel beginnt ziemlich zeitig nach der Fahrerbesprechung. Fahrerbesprechung um 08:30, um 09:00 geht das Qualifying los. Es werden 20 Minuten gefahren, nach den erzielten Rundenzeiten wird die Startaufstellung erstellt und man ist bereit für den Hauptgang, das Rennen. Die 20 Minuten sind so in etwa 6-8 Runden, je nach Streckenkenntnis, bzw. Tempo. Es reicht zum Warmwerden mit der Strecke, aber auch körperlich.
Langsam swinge ich mich auf die Strecke ein. GP Strecke, nicht die abgehackte Kurzanbindung. Relativ flüssig fährt sich die Fordkurve, auf die Dunlopkehre zu zu rasen und dort zu Ankern ist einfach geil. In das Schumacher-S geht es sowieso viel schneller als ich denke, aber auch mit dem Gaslupfer am Eingang ist man gefühlt verdammt schnell :) Der Kurs macht halt wirklich Laune und es ist verdammt schwer dort gute Termine zu bekommen. Leider! Entweder man bekommt ein Training mit einem Mischmasch aus SSPs und SBKs, mit Fahrern sämtlicher „Talentstufen“ oder man muss sich sogar die Strecke mit Porsche-Clubs teilen (Kurzanbindung und Mühlenbachschleife ). Ätzend!
Leicht angeschwitzt, darf auf den Zettel der Startaufstellung gewartet werden, ein schöner Moment der Spannung der oft durch die, an den meisten Motorrädern montierten, Laptimer zerstört wird.
Als die Startaufstellung draußen ist, stehe ich laut Papier auf 13. von 28.. Zufrieden mit dem was da steht, quatsche ich mir die Zeit bis zum Rennen weg und bin am Ende wieder spät dran.
Es folgt der Hauptgang :)
Begonnen wird mit einer Trockenübung der Startaufstellung im Fahrerlager. Nachdem jeder weiß wo er hin muss geht es am Streckenposten vor der CocaCola-Kurve auf die Strecke und direkt in die Startaufstellung. Keine Warmup-Lap. Das finde ich persönlich sehr schade, denn es ist mir aus Oschersleben bekannt, dass meine Kupplung zirka eine Runde lang unter Last rutscht. Auch wenn der Motor vorher bereits 5 Minuten warmgelaufen ist. In einem meiner Videos vom (Nürburgring am 01.05.2013) sieht und hört man das extrem.
Egal, Ausreden zählen nicht.
Ab in die Startaufstellung und auf die Ampel warten. Mein erstes Rennen dieses Jahr. Doch wieder etwas Nervosität mit an Bord, aber kein Problem. Als die Ampel ausgeht und ich nach dem ersten zaghaften Rutschen der Kupplung in den zweiten Gang schalte und am Hahn ziehe, sehe ich schon die ersten an mir vorbeihuschen. Doof wenn man links auf der S/Z startet und dann schlecht nach innen kommt. Ich fühle mich bereits am Ende des Feldes, als ich endlich in die erste Rechts einbiege. Die ersten hole ich mir bereits im Infield. Brave SV, das Rutschen ist Geschichte als ich aus der Dunlop-Kehre feuere und nun beginnt der uneingeschränkte Spaß. Im Rennen laufe ich auf eine 400er auf und komme ums verrecken nicht vorbei. Auf Start/Ziel reicht die SV nicht um an ihr vorbeizukommen. Im Infield sehe ich Talentfreier kein Land und komme erst aus der Ford-Kurve wieder in den Windschatten der 400er. Auf die Dunlop zu bin ich dran, aber später bremsen als der Kollege wäre mit Fürzen-die-was-wiegen verbunden. Wir lassen das also… vorerst. Warsteiner-Kurve fährt der Kollege immer etwas zu spitz an, ist zu früh innen und kann auf den Hatzenbachbogen nicht so am Gas drehen wie er es sollte um sich von mir absetzen zu können. Also hänge ich mit dem Problem Endgeschwindigkeit wieder bis zum Einbiegen in die NGK-Schikane hinter ihm. Gefühlt bremst er hier früh. Ich mache es mir daher zur Aufgabe in der nächsten Runde später zu bremsen als er und schaue auch nur auf ihn. Er bremst (an dieser Stelle muss der Autor sich als Prahlhans outen), ich lasse stehen 22, 23… Als ich sehe, wo ich diesesmal auf die Bremse gehe und dann auch noch innen neben ihm bin, quillt mir der Schweiß aus jeder Pore, eiskalt und literweise. den Linksknick der Schikane erwische ich so lala. Curb rechts irgendwie umfahren, aber jetzt muss die Kiste die viel zu steil auf den linken Fahrbahnrand zu donnert umgelegt werden. Dies gelingt nur mit reichlich Geschwindigkeitsverlust und so ist der *** Kollege wieder vorbei. Es wird ein langes Rennen hinter ihm und wir schließen auch nur noch auf einen weiteren Fahrer auf der mit uns spielt. Dreht sich alle paar Kurven um, nimmt das Gas raus wenn der Abstand groß genug ist, spannt den Hahn wenn es knapp wird. Teufel, wie fies von Heinz. In dieser 3er Gruppe um Platz 12, 13, 14 fahren wir mindestens das halbe Rennen und auch überrunden verschafft keine Vorteile in der Platzierung.
Als die Zielfahne geschwenkt fahre ich von dem Quickie am Nürburgring erschöpft, aber glücklich in das Fahrerlager zurück.
Motul hat es sich natürlich nicht nehmen lassen die Besserplatzierten mit Pokalen und einem Rotkäppchen auszustatten, im Mittelfeld bleibt nur der Gedanke daran sich zu verbessern und irgendwann selbst den Pokal mitzunehmen. ABER das muss ja nicht das Zwangsläufige Ziel der Bewerber sein. Bei dem Motul Breakfast Cup konnten einfach gediegen die verschiedensten Motorräder (bis 85PS) gegeneinander fahren, ohne dass es zu gefährlichen Situationen gekommen wäre. Jeder hat mehr oder weniger Rennstreckenerfahrung und die Leistung der Motorräder liegt in einer Größenordnung. Kurz: es hat richtig Spaß gemacht und ist für das, was dafür aufgerufen wird, empfehlenswert.
-50 Minuten Rennstrecke,
-nur mit teilnehmern aus dem Feld der „Frauenmotorräder“,
-für 100€.
Das Ganze auch spontan buchbar. Was will man mehr?
Die Entscheidung den Termin wahrzunehmen war die bestmögliche.
In diesem Sinne bis zum nächsten Termin Anfang Juli!
Gruß Ingo #485

 

 

 

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