Minitwin-Racing goes NBR 2012 oder Nein, Kettenfett ist nicht für den Helm gedacht….

Samstag, 29.04.12 – 08:30 Uhr:

Uwe und ich beginnen den Kampf. Nach dem Verladen von 5 Motorrädern + Equipment steht allerdings ganz klar fest: Wir haben die Schlacht verloren! Es ist mittlerweile 13:30 Uhr und die Karawane ist noch immer nicht auf dem Weg zum Nürburgring….


Irgendwann schaffen wir es und bewegen uns in Richtung Eifel. Frisch am Nürburgring angekommen  fahrenwir  zum „Brünnchen“ um ein bisschen Nordschleife zu schauen, da die VLN-Trucks das komplette Fahrerlager sperren. Pünktlich als sich auf unserem Wiesenplatz Bertram dazu gesellt, hält mitten im Brünnchen ein recht hektisch fahrender Golf 4. Die Beifahrertür fliegt auf und aus dem Auto springt ein junges Mädel, läuft hinter die Leitplanke, stützt die Hände in die Hüften und kehrt ihr Inneres nach außen. Das provoziert die ca. 200 Zuschauer am Brünnchen natürlich sie mit lautstarkem Gejohle und Anfeuerungsrufen zu unterstützen.

Was ein Start in das erste Seriensportwochenende 2012 🙂

Der nächste Tag wurde durch Mountainbiken, Joggen und dem Kölner Kurs bestimmt. Eine phantastische Oldtimerveranstaltung bei dem sogar eine Roller-Klasse die komplette GP-Strecke fährt, aber auch hier waren die Leistungsunterschiede riesig. Vom kleinen Mini-Roller mit richtig Wumms – bis zum Heinkelroller mit gefühlten 0,1Ps. Das war wirklich zum Schießen! Die Luft von 2-Takt Geruch und extremen Lärm gefüllt, wild aussehende Gesellen in schwarzer Lederkluft, die ALLES gaben. Wat schön!

Nach und nach trudelten nun auch Chris, Holger, Matthias, und viele andere ein und wir konnten zum Glück einen einigermaßen guten Platz für uns Minitwinler reservieren. Jetzt wurden fleißig die neu aufgebauten Motorräder bestaunt. Hier erstreckte sich die Bandbreite von perfekt aussehenden Schönheiten ( gell Gorden…) bis hin zu Dirtbikes die aufgrund übertechnisierter Vordergabel erst gar nicht fuhren (gell … ja wer… ich natürlich ). Gott sei Dank tendiert der Trend mittlerweile zur Ersatzmaschine und ich hatte eine CUP-SV für die nächsten Tage parat.

Die Vielfalt der verschiedenen Aufbauten fasziniert mich noch heute. Chris mit Hyosung/GSX-R Verkleidung der seine Maschine in 2 Hälften und Themen lackiert hat, Christian K., der eine wunderschöne Ducati-SV in mattschwarz hervorzauberte. Yussis Maschine habe ich auch wieder entdeckt, aber irgendwie muss Yussi gewachsen sein… so ungefähr mit Faktor 5… ach ne – es war der Matthias 🙂 der sich auf diese Maschine faltet – auf seiner grünen Kawa ist er Kapitän!

Beim concour d’elegance hätten sich Gorden und Heinz bestimmt wohl gefühlt, so sorgfältig aufgebaute Motorräder habe ich noch nicht all zu oft gesehen.

Natürlich wurden wir alle mal wieder vom Enz/Höckel Team übertroffen die ja wirklich eine Person für eine Tätigkeit mitbrachten. Mechaniker, Fahrer, Berater, allerhand Boxenl…. äh…weibliche Unterstützung natürlich 🙂 Eine bunte, hilfsbedürftige (Spässle gemacht!), aber auch hilfsbereite Truppe..
Der Abend wurde dann wie zu erwarten mit Essen und allerhand Benzingesprächen verbracht. Nach so langer Zeit hatten wir uns alle viel zu erzählen. Man hörte sogar, dass es Continental – Aufkleber geregnet hat und diese wohl auf Kai und Yussis Behausung + Fahrzeug niedergegangen seien. Unverschämt von der bösen Conti-Wolke…so was aber auch 🙂

Montag, 01.05.12 – 08:00Uhr:

Brötchenkönig Chris versorgte uns netterweise mit frischen Brötchen. Somit konnten wir beim Frühstück den MTR`lern zuschauen die schon am morgendlichen Training teilnahmen. Herbert und Christian K. schlugen sich tapfer! Ab 14Uhr begann dann das Training für die Klasse 5 Seriensport an der die MTL`ler, der MZ Cup und der Rest von Klasse 5 teilnahmen. Uwe instruierte Christin und Jan bei den ersten beiden Turns und so lernten beide die beste Linie für den Ring.

Runde für Runde steigerten sich alle in ihren Zeiten und es war ein Riesen-Spaß mit den alten und neuen MTR´lern um den Kringel zu fahren. Langsam stellte sich die Frage ob nun von Pilot Power auf einen schnelleren Reifen gewechselt werden sollte. Aber aus Gründen der Bequemlichkeit entschied ich mich die PiPo auf der SV zu lassen und evt. am nächsten Tag auf die RaceAttack zu wechseln.

Gute Entscheidung – erste Dauerprüfung im Regen mit nach und nach trocknender Strecke… fahren mit Milchglas vor den Augen!

Warum Milchglas? Naja… ich wollte den tollen Helmreiniger von Shell Advance demonstrieren, dieser funktioniert wirklich klasse! Schäumt kurz auf und Zack – alles weggewischt… also nehme ich die kleine Dose, sprühe den Helm ein… er wird schön weiß (incl. Visier) … lasse es schöööön einziehen. Und? Will wischen und der Lappen klebt fest.

SO EIN SCH….. äh, UNGLÜCK!

Das war dann wohl die Dose Shell Advanced Kettenspray mit saumäßiger Haftung. Alleine eine Stunde habe ich mit Hilfe von Christin versucht das Visier zu entfetten. Es sah auch wieder gut aus, aber in der Dauerprüfung mit Regen ergab sich ein wunderbarer Milchglaseffekt. – Dafür perlt das Wasser aber schön ab  Der Spot war mir sicher!

Also die Dauerprüfung abgespult, und zur Nächsten die Reifen gewechselt. Alle hatten viel Spaß auf der Strecke und bis auf ein, zwei kleine Ausflüge einiger MTRler ist ja alles gut gegangen. (Visier war wieder klar, hat ja auch nicht mehr geregnet…)

Um 14 Uhr dann der Rennstart… Warm UP Lap, Einführungsrunde… dann ab in die Aufstellung…. Ampel an, Ampel aus und Vollgaaas!! Ich habe mir den weißen Streifen links am Streckenrand ausgesucht und überhole die ersten beim Start…nur nicht den Strich verlassen und schön außen in der ersten Kurve rechts bleiben. Hoffentlich rutscht keiner in mich rein. Freue mich, guter Start…. rechts fliegt aber auf der anderen Seite eine blau-weiße Rakete von hinten an allen vorbei… was war denn das?

BRÜDERCHEN?! Der war doch in Reihe zwei? …Nein, Warm Up Lap Probleme mit dem Schalthebel gehabt und ist dann in die Box. Durch lautes Schreien zu ein paar Jungs von Klasse 4 wurde er mit Werkzeug versorgt und durfte dann 15m hinter dem Starterfeld ins Rennen gehen – also vom alleralleraller letzten Platz auf Platz 6 der Minitwins gefahren… RESPEKT!

Ich hatte mich schnell einsortiert und konnte nach dem Start die erste Linkskurve innen nehmen… (Visier immer noch klar… ist das schön mit soviel Sicht…) dann die zweite links außen und ich hatte mich hinter Marco einsortiert. Wir lieferten uns bis zum Ende des Rennens unzählige Positionswechsel, außen, innen, oben, unten…alles war dabei. 2 Runden vor Schluss überholt er mich und ich komme noch mal ran, jetzt alles geben… den schaffe ich! Und? Nein, beim harten Anbremsen zur Engen rechts aus der Mercedes raus auf die Kurzanbindung… LEERLAUF GEFUNDEN… So ein Quark… war doch die Motorbremse einkalkuliert… also fast geradeaus, noch eingelenkt, keine gute Linie… Marco war weg, Schade!

In der Auslaufrunde hatte ich ihn dann wieder gefunden und wir sind, selbst jubelnd über dieses tolle Rennen, wieder winkend zurück in den Parc Fermè.

Ein super schönes, langes, Wochenende geht dem Ende zu und wir haben allesamt ein tolles Rennen gefahren. Großes Lob auch an die Rookies, Ihr habt euch alle tapfer und gut geschlagen.

Ich freue mich schon wahnsinnig auf Bremerhaven und hoffe Euch zahlreich dort wieder zu sehen!

Danke für die schönen Tage,

Euer Ingo ‚582!!

8 thoughts on “Minitwin-Racing goes NBR 2012 oder Nein, Kettenfett ist nicht für den Helm gedacht….”

  1. ..und ich wollte noch sagen: „hmmmhh der Visierreiniger sieht aber doch komisch aus….“! In dem Moment war mir aber auch schon klar => Er hat es getan, Kettenfett auf den Helm gesprüht!!
    Das Reinigen wäre dann eigentlich ein Job für den Monk gewesen, oder??? 🙂
    Vielleicht sollte wir da mal mit Shell Advance reden. Wir hätten da einen neuen Tester für ihre Produkte gefunden..

    Die Nummer am Brünnchen war schon der perfekte Auftakt. Was für eine Einlage!!

    Ein sehr ereignisreiches, schönes Wochenende mit vielen lieben Zaungästen (gell‘ Jochen und Klaus).

  2. Hey Ingo, super klasse Bericht. Habe sehr geschmunzelt beim Lesen.
    Richtig lachen mußte ich beim Visier Reiniger. 🙂
    Über die Conti Wolke unterhalten wir uns noch einmal. Verdammte Bande.

  3. Jaja… aber die Visiermechanik und die Belüftungen am Helm flutschen seit dem viel besser 🙂

    Also wenn ich den mit den Conti-Aufklebern erwische 🙂

  4. Sehr schöner Bericht! Macht Spaß zu lesen und macht Frust nicht wieder als Zuschauer dabei gewesen zu sein! Hoffentlich dann nächstes Jahr wieder als Fan der #558 , nech Matthi? 😉

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